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Ratgeber

Gebrauchtwagen oder Neuwagen — die ehrliche Rechnung.

Wertverlust, Garantie, Reparaturrisiko und Finanzierung: wann sich welcher Weg lohnt, mit konkreten Zahlen.

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Fiat München

„Ein Neuwagen verliert sofort ein Drittel“ — der Satz stimmt und führt trotzdem oft zur falschen Entscheidung. Denn beim Gebrauchtwagen wandern die Kosten nur an eine andere Stelle.

Der Wertverlust im Detail

Ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren typischerweise 35 bis 45 Prozent, in den folgenden drei Jahren nur noch etwa 15 bis 20 Prozent. Der stärkste Verlust liegt also am Anfang — wer ein drei Jahre altes Fahrzeug kauft, umgeht ihn.

Was dafür dazukommt

  • Reparaturrisiko: Ab etwa fünf Jahren steigen die Ausgaben für Verschleißteile deutlich — Stoßdämpfer, Auspuff, Kupplung, Klimakompressor.
  • Restgarantie: Sie endet meist nach drei bis fünf Jahren. Danach tragen Sie jedes Risiko selbst.
  • Finanzierungszinsen: Für Gebrauchtwagen sind sie in der Regel höher als für Neuwagen mit Herstellerkonditionen.
  • Ausstattung: Sie nehmen, was verfügbar ist — Wunschkonfiguration gibt es nicht.

Der interessante Mittelweg

Junge Gebrauchte und Vorführwagen mit einem bis zwei Jahren Alter kombinieren beides: Der stärkste Wertverlust ist vorbei, Restgarantie ist vorhanden, der Zustand ist meist sehr gut. Preislich liegen sie 15 bis 25 Prozent unter dem Neupreis.

Wann der Neuwagen die bessere Wahl ist

  • Sie fahren das Fahrzeug lange — ab etwa acht Jahren Haltedauer relativiert sich der Anfangsverlust.
  • Sie brauchen eine bestimmte Konfiguration, etwa einen speziellen Ausbau beim Transporter.
  • Sie wollen volle Garantie und kalkulierbare Kosten ohne Reparaturüberraschungen.
  • Attraktive Finanzierungskonditionen des Herstellers gleichen einen Teil des Wertverlusts aus.

Wann der Gebrauchte gewinnt

Bei geringer Jahresfahrleistung, begrenztem Budget oder wenn das Fahrzeug ohnehin nur wenige Jahre bleiben soll. Auch bei Zweitfahrzeugen für den Nahbereich ist ein Gebrauchter meist die vernünftigere Rechnung.

Worauf Sie beim Gebrauchten achten sollten

Lückenloses Serviceheft, dokumentierte Vorschäden, Reifenalter, und bei Elektrofahrzeugen der ausgelesene Batteriezustand. Diese vier Punkte erklären den größten Teil der Preisunterschiede zwischen scheinbar gleichen Fahrzeugen — und wir prüfen sie bei jedem Fahrzeug, das wir in Zahlung nehmen oder weitergeben.

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